Insektenmast

Schadstoffemissionen einer Insektenmastanlage für die Larve der Schwarzen Soldatenfliege

Die Insektenmast gilt als innovative und nachhaltige Proteinquelle für Tierfutter. Larven wie die der Schwarzen Soldatenfliege werden mit regionalen Reststoffen gefüttert und anschließend in Aquakulturen oder der Schweinemast eingesetzt. Bei der Einstufung von Insektenmastanlagen als genehmigungspflichtig nach Immissionsschutzrecht stellt sich die Frage, welche Schadstoffemissionen über die Luft zu erwarten sind.

Auf einen Blick

Kunde:Bayerisches Landesamt für Umwelt
Branche:Agrar- und Tierernährungsindustrie
Objekt:Insektenmastanlage
Expertise:Immissionsschutz, Geruchsemissionen

Ausgangslage

Die Insektenmast gewinnt zunehmend an Bedeutung als nachhaltige Proteinquelle für Tierfutter. Larven – etwa der Schwarzen Soldatenfliege – werden mit regionalen Reststoffen wie Biertreber oder Weizenkleie gefüttert und anschließend in Aquakulturen oder der Schweinemast eingesetzt.

 

Auftrag

Mit dem Ausbau solcher Anlagen stellt sich die Frage nach möglichen Luftemissionen. Im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Umwelt wurden daher Gerüche, Ammoniak, Staub und Kohlenstoff in einem Mastbetrieb untersucht. Die Messungen erfolgten in Klimakammern sowie im Gesamtabgasstrom der Anlage.

Das Ziel: belastbare Daten für Genehmigungsverfahren und eine Bewertung der Geruchsemissionen.

Konkret:

  • Schadstoffemissionen über den Luftpfad ermitteln
  • Gerüche, Ammoniak, Staub und Gesamt-Kohlenstoff messen
  • Geruchsemissionen hinsichtlich Intensität und Hedonik bewerten
  • Emissionen in unterschiedlichen Maststadien in mehreren Klimakammern erfassen
  • Ergebnisse zu einem repräsentativen Gesamtabgasstrom zusammenführen
  • Messungen unter realen Praxisbedingungen in einem Betrieb mit zusätzlicher Schweinemast durchführen

Herausforderungen

Herausforderungen der Beurteilung

Da es sich um einen neuen Anlagentyp handelt, ist die immissionsschutzrechtliche Einordnung noch nicht abschließend geklärt:

Herausforderungen bei der Messung

Die Zugänglichkeit der Klimakammern war stark eingeschränkt, sodass Einzelmessungen nur mit hohem Aufwand möglich gewesen wären. Um dennoch belastbare Daten zu erhalten, wurde die Abluft der jeweiligen Kammer über den Sammelkanal umgeleitet. Dies führte zu sehr geringen Strömungsgeschwindigkeiten, die unterhalb der Bestimmungsgrenze der Messverfahren lagen. Der Abluftvolumenstrom musste daher aus dem Betriebsleitsystem übernommen werden.

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