Elektro­magnetische Felder (EMF)

Präzise Analysen für sichere und störungsfreie Umgebungen

Elektromagnetische Felder spielen eine zentrale Rolle in unserem täglichen Leben, von der Kommunikationstechnologie bis hin zur medizinischen Diagnose. Sie entstehen durch elektrische Ladungen und Ströme und beeinflussen zahlreiche Geräte und Anwendungen. Auch Personen können durch elektromagnetische Felder beeinträchtigt werden. Das Verständnis und die Kontrolle elektromagnetischer Felder sind entscheidend, um potenzielle Risiken zu minimieren.

Unsere Kompetenzen im Fachbereich EMF

Arbeitsschutz

inkl. Träger aktiver Körperhilfsmittel wie Herzschrittmacher (EMFV, TREMF)

Die EMFV ist die deutsche Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor elektromagnetischen Feldern. Um die Anwendbarkeit der EMFV in der betrieblichen Praxis zu erleichtern, wurde die Verordnung nach ihrem Inkrafttreten durch die Technischen Regeln (TREMF) ergänzt und beinhaltet auch Grenzwerte zur Beurteilung von Trägern aktiver und passiver Körperhilfsmittel.

Ihre Vorteile:

  • Gesundheitsschutz und Sicherheit: Wir unterstützen Sie bei der Einhaltung der EMFV und der dazugehörigen Technischen Regeln (TREMF), um die Gesundheit und Sicherheit Ihrer Beschäftigten hinsichtlich der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu gewährleisten. Dies schützt Mitarbeitende vor möglichen gesundheitlichen Auswirkungen wie Gewebeerwärmung und der Beeinflussung von aktiven und passiven Körperhilfsmitteln (z. B. Herzschrittmacher).
  • Effiziente Gefährdungsbeurteilung: Unsere akkreditierten Mess- und Berechnungsmethoden bilden die Basis zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und zur Ableitung von Schutzmaßnahmen. Die Fachkunde zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung bei Exposition durch EMF an Arbeitsplätzen gemäß DGUV Grundsatz 303-006 liegt vor.
  • Rechtliche Sicherheit: Anhand unserer Messwerte können Sie sicherstellen, die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten. Dies minimiert das Risiko von rechtlichen Konsequenzen.
  • Individuelle Beurteilung: Auf Wunsch können individuelle Schutzmaßnahmen abgeleitet werden, maßgeschneidert auf das Implantat. Dies ermöglicht eine schnelle und sichere Wiedereingliederung von betroffenen Angestellten.

Bauberatung

für magnetfeldempfindliche Geräte (bspw. Elektronenmikroskope, Elektronenstrahllithografie)

In modernen Forschungseinrichtungen, Kliniken und Industrieanlagen werden immer häufiger magnetfeldempfindliche Geräte eingesetzt. Für einen störungsfreien Betrieb der Geräte ist es erforderlich, ein geeignetes Umfeld zu schaffen. Wir unterstützen Sie von der Entwurfsphase über die Ausführungsplanung und Ausschreibung bis hin zur Abnahme. Hierbei können wir auf jahrzehntelange Erfahrung aus erfolgreich abgeschlossenen Projekten zurückgreifen.

Ihre Vorteile:

  • Planungssicherheit und Kosteneffizienz:  Bereits in der Entwurfsphase werden potenziell störende Magnetfeldquellen identifiziert und daraus Planungsvorgaben abgeleitet. Hierdurch können teure Kompensationsmaßnahmen und Planänderungen frühzeitig vermieden werden.
  • Störungsfreier Betrieb: Wir unterstützen bei der Ausführungsplanung (Optimierung der Elektroplanung, Raumaufteilung, Abschirm- und Kompensationsmaßnahmen), um die Funktion hochempfindlicher Geräte und Anlagen zu gewährleisten.
  • Zukunftssicherheit: Geräte und Anlagen der nächsten Generation stellen immer strengere Anforderungen an die magnetische Umgebung. Eine zukunftsorientierte Planung ist daher unumgänglich, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

Immissionsschutz (26. BImSchV, LAI-Hinweise, 26. BImSchVVwV)

Die 26. BImSchV ist die Verordnung zum Schutz der Allgemeinheit vor elektromagnetischen Feldern. Sie wird ergänzt durch die LAI-Hinweise und die Verwaltungsvorschrift. Wir stehen Ihnen mit modernen Mess- und Berechnungsverfahren sowie umfassendem Fachwissen und jahrzehntelanger Erfahrung zur Seite, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen. Dies beinhaltet Gleichstromanlagen (z. B. Batteriespeicher), Niederfrequenzanlagen (z. B. Umspannwerke) und Hochfrequenzanlagen (z. B. Mobilfunk).

Ihre Vorteile:

  • Schutz der Gesundheit: Unsere Messungen und Berechnungen dienen dazu, schädliche Umwelteinwirkungen durch elektromagnetische Felder zu vermeiden.
  • Vorsorge: Wir helfen Ihnen bei der Umsetzung des Minimierungsgebots, um die Immission der Anlagen zu reduzieren und somit die Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erhöhen.
  • Rechtssicherheit:  Im Rahmen von Genehmigungsverfahren beurteilen wir die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben und Grenzwerte. Unsere Gutachten eignen sich zur Vorlage bei Genehmigungsbehörden. Dies schafft Planungs- und Rechtssicherheit.

Hochspannungsbeeinflussung von technischen Infrastrukturen

(z. B. Rohrleitungen der Gas- und Trinkwasserversorgung)

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien werden die Übertragungsnetze in Deutschland massiv verstärkt. Dadurch kann es zu erhöhten elektromagnetischen Beeinflussungen ("EMV-Beeinflussungen") von technischen Infrastrukturen wie Rohrleitungen der Gas- und Trinkwasserversorgung kommen.

Grundsätzlich können zwei Fälle der Hochspannungsbeeinflussung von technischer Infrastruktur unterschieden werden: 

  1. Personenschutz: Die DVGW Regelwerksreihe GW22-1 bis -5 gewährleisten den sicheren Betrieb von Rohrleitungen in der Nähe von Hochspannungsanlagen in Bezug auf den Personenschutz. Sie definiert Grenzwerte, Berechnungsverfahren und Schutzmaßnahmen, um Gefährdungen durch induzierte Wechselspannungen auf den Menschen auszuschließen.
  2. Korrosionsschutz: Das technische Arbeitsblatt DVGW GW 28 behandelt die Beurteilung der Korrosionsgefährdung durch Wechselstrom (AC) an kathodisch (KKS) geschützten, erdverlegten Stahlrohrleitungen sowie geeignete Schutzmaßnahmen.

Unsere Expert*innen verfügen über die Sachkunde für Hochspannungsbeeinflussungen (HSB) gemäß DVGW-Arbeitsblatt GW 29. Hierdurch können wir Betreiber von Hochspannungs‑Drehstromanlagen (wie z. B. Freileitungen oder Kabel) und Wechselstrom‑Bahnanlagen, sowie die Betreiber von technischen Infrastrukturen wie Rohrleitungen der Gas- und Trinkwasserversorgung bei den folgenden Aufgaben unterstützen:

  • Rechnerische Ermittlung der induzierten Spannungen und der AC-Stromdichte auf Rohrleitungen oder Telekommunikationsleitungen im Umfeld von Hochspannungs‑Drehstromanlagen und Wechselstrom‑Bahnanlagen
  • Beurteilung anhand der in der GW22-1 angegeben Grenzwerte in Bezug auf den Personenschutz
  • Bei Überschreitung der Grenzwerte: Erarbeitung möglicher Maßnahmen, welche den sicheren Betrieb der beeinflussten Leitung sicherstellen
  • Bewertung der Korrosionsgefährdung durch Wechselstrom bei kathodisch geschützten Stahlrohrleitungen sowie der Festlegung geeigneter Schutzmaßnahmen nach GW28

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