Luftqualitätsmessungen in Wuppertal
Langfristige NO₂‑ und meteorologische Messungen
Mit einem flächendeckenden NO2-Messnetz und begleitenden meteorologischen Messungen erfasst Müller-BBM Industry Solutions seit vielen Jahren die innerstädtische Luftqualität in Wuppertal. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Luftreinhalteplanung und Stadtentwicklung im Zuge des Klimawandels.
Auf einen Blick
| Kunde: | Stadt Wuppertal |
| Branche: | Kommunaler Umweltschutz |
| Objekt: | Stadtgebiet Wuppertal |
| Expertise: | Luftreinhaltung/Immissionsmessungen |
| Ort & Zeitraum: | Wuppertal seit 2009 (laufend) |
Ausgangslage
Die Luftqualität in urbanen Räumen steht seit Jahren im Fokus von Umwelt‑, Gesundheits‑ und Stadtentwicklungsfragen. Insbesondere Stickstoffdioxid (NO₂)* gehört zu den relevanten Luftschadstoffen, da es vor allem verkehrsbedingt auftritt und nachweislich gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Um die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Grenzwerte sicherzustellen und mögliche Belastungsschwerpunkte frühzeitig zu erkennen, ist eine kontinuierliche und räumlich differenzierte Erfassung der Luftschadstoffbelastung erforderlich.
Hintergrund
* Stickstoffdioxid (NO₂) ist ein gesundheitsschädliches Reizgas, das tief in die Lunge eindringen kann, keinen bekannten Wirkungsschwellenwert besitzt und zur Bildung von Ozon beiträgt. Zum Schutz von Mensch und Umwelt gelten in der EU verbindliche Grenzwerte, die in Deutschland über das BImSchG und die 39. BImSchV festgelegt sind (Jahresmittel 40 µg/m³, Stundenmittel 200 µg/m³). Die EU verfolgt mit dem „Green Deal“ und dem Null-Schadstoff-Plan das Ziel, Umwelt und Gesundheit besser zu schützen und die Luftqualität deutlich zu verbessern. Mit der neuen Luftqualitätsrichtlinie (EU) 2024/2881 werden ab 2030 strengere Grenzwerte eingeführt – insbesondere für Stickstoffdioxid, dessen Jahresgrenzwert halbiert wird. Bereits ab 2026 wird überprüft, ob diese Werte eingehalten werden können; bei Bedarf müssen Luftqualitätsfahrpläne erstellt werden. Langfristig orientiert sich die Richtlinie an den noch strengeren Empfehlungen der WHO und soll regelmäßig weiter verschärft werden.
Auftrag
Müller‑BBM Industry Solutions wurde beauftragt, die Stickstoffdioxid-(NO₂)-Konzentrationen an verschiedenen Messpunkten im Stadtgebiet Wuppertal zu erfassen, auszuwerten und qualitätsgesichert bereitzustellen. Die Luftschadstoffmessungen werden durch meteorologische Messungen begleitet.
Ziel ist es, der Stadt Wuppertal und der Öffentlichkeit aktuelle, verlässliche Messdaten zur Beurteilung der Luftqualität und als Grundlage für Luftreinhalte‑ und Stadtentwicklungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.
Messung
Die NO₂‑Belastung wird mithilfe von Passivsammlern erfasst, die eine zeitgleiche und kostengünstige Messung an vielen Standorten im Stadtgebiet (aktuell 30 Messorte) ermöglichen. Die Ergebnisse dieser Messungen werden verfahrensbedingt monatlich aktualisiert, während meteorologische Messdaten täglich zur Verfügung stehen. Ergänzend liefern die kontinuierlichen Messstationen des LANUK NRW stündlich aktualisierte Daten, sodass auch kurzfristige Belastungsspitzen erfasst werden können.
Ergebnis
Die Messungen erfüllen die Anforderungen an die Datenqualität für ortsfeste Messungen gemäß 39. BImSchV bzw. Richtlinie (EU) 2024/2881. Anhand der qualitätsgesicherten Datenbasis wird die Einhaltung der Grenzwerte überprüft. Darüber hinaus dienen die Ergebnisse der Bewertung von Minderungsmaßnahmen und bilden eine wichtige Grundlage für die langfristige Verbesserung der Luftqualität in Wuppertal. Alle Ergebnisse werden in einem allgemeinverständlichen Jahresbericht der Öffentlichkeit präsentiert. Im Hinblick auf die ab 2030 verschärften Grenzwerte der Richtlinie (EU) 2024/2881 verschafft die räumlich und zeitlich breite Datenbasis der Stadt Wuppertal den erforderlichen Handlungsspielraum um rechtzeitig Minderungsmaßnahmen einzuleiten.
Die genauen Ergebnisse sowie mehr Informationen zum Projekt: Lufthygienische und meteorologischen Messungen in Wuppertal
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Immissionsmessungen