Abschleifen (Grinding) von Pflastersteinen
Begleitung von Schleifarbeiten mit CPX-Messungen und Erschütterungsanalysen
Das Natursteinpflaster im Berliner Bezirk Pankow wurde im sogenannten “Grinding”-Verfahren abgefräst. Das Kopfsteinpflaster bleibt – wird aber so bearbeitet, dass Radfahren künftig leiser, sicherer und spürbar angenehmer wird. Müller-BBM Industry Solutions wurde beauftragt, die Erschütterungen sowie die Lärmbelastung der Umbauarbeiten zu erfassen.
Auf einen Blick
| Kunde: | Fräsdienst-Service E. Feind GmbH (im Auftrag von GB infraVelo GmbH) |
| Branche: | Bau- und Straßenbau |
| Objekt: | Grinding von ca. 3.600 m² Großsteinpflaster t: bis 3 cm 1.300 m Herstellen einer Randfase |
| Expertise: | Erschütterungsschutz, Immissionsschutz |
| Ort & Zeit: | Hufelandstraße, Pankow-Berlin Oktober 2025 |
Karte von Deutschland mit Berlin als Markierungspunkt
Ausgangslage
Die Hufelandstraße ist eine vielgenutzte Verbindung für Radfahrer im Stadtteil Pankow. Der Straßenbelag besteht aus historischen Pflastersteinen, die über die Jahre uneben geworden sind. Zwischen den Steinen haben sich Höhenunterschiede und Kanten gebildet, die das Radfahren erschweren. Für Radfahrer bedeutet das: holprige Fahrten, erhöhte Sturzgefahr und eine deutliche Einschränkung des Fahrkomforts. Besonders bei Nässe oder Dunkelheit steigt das Risiko, weil die Unebenheiten schwer erkennbar sind.
Warum sollen die Pflastersteine abgeschliffen werden?
Das Ziel der Schleifarbeiten ist es, die Oberfläche der Pflastersteine zu glätten und die störenden Kanten zu reduzieren. Dadurch wird die Straße für Radfahrer sicherer und komfortabler, ohne den historischen Charakter der Pflasterung vollständig zu verändern. Das Abschleifen ist eine nachhaltige und kosteneffiziente Lösung, um die bestehende Struktur zu erhalten und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Auftrag
Erschütterungsmessungen
Beim Schleifprozess lassen sich Vibrationen im Untergrund nicht vollständig ausschließen – doch wie wirken sie sich auf angrenzende Gebäude aus? Um Klarheit zu schaffen, begleiteten wir die Schleifarbeiten mit professionellen Erschütterungsmessungen. Dabei erfassten wir die Erschütterungsimmissionen direkt an einem Messpunkt im benachbarten Wohngebäude und führten zusätzlich Ausbreitungsmessungen durch, um belastbare Prognosen für die Umgebung zu erstellen.
Chronologie
????
CPX- und SPB-Messung VOR dem Grinding
Oktober 2025
Grinding und parallele Immissionsmessung Wohngebäude
????
CPX- und SPB-Messung NACH dem Grinding
Neben der akustischen Optimierung stand eine weitere Zielsetzung im Fokus: Durch den Einsatz hellerer Pflastersteine sollte die Straßenoberfläche im Sommer spürbar kühler wirken. Diese Maßnahme trägt nicht nur zur Verbesserung des Mikroklimas bei, sondern steigert auch die Aufenthaltsqualität für alle Verkehrsteilnehmenden. Den erhofften Effekt gilt es noch zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr über unsere Fachgebiete
Close-Proximity-Measurement (CPX) - Nahfeldmessung
Erschütterungsschutz und -monitoring
Sie haben Fragen?
Sprechen Sie uns gerne an!